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75. Jahrestag des ersten Treffens des Kreisauer Kreises in Kreisau

Während des Zweiten Weltkrieges traf sich in Kreisau, dem Besitz der Familie von Moltke in Niederschlesien, eine Widerstandsgruppe, die sich gegen den Nationalsozialismus engagierte und später „Kreisauer Kreis” genannt wurde. Die Mitglieder riskierten ihr Leben, indem sie Pläne für eine demokratische und auf christlichen Moralvorstellungen basierende Neuordnung Deutschlands und Europas ausarbeiteten.

An die Erfahrungen jener Gruppe knüpfte später ein Teil der polnischen demokratischen Opposition an, und ihr Widerstand gegen die kommunistische Diktatur drückte sich unter Anderem in einem unabhängigen deutsch-polnische Dialog aus. Die Wegbereiter der Stiftung Kreisau- eine Gruppe von Bürgern aus Polen, den USA, den Niederlanden, der BRD und der DDR- beriefen sich auf dieses Erbe und beschlossen, in Kreisau einen Begegnungsort zu errichten. Ebenfalls aus diesem Grunde konnte hier am 12. November 1989, nur wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, die deutsch-polnische Versöhnungsmesse unter Teilnahme von Bundeskanzler Helmut Kohl und Premierminister Tadeusz Mazowiecki stattfinden.

Das Erbe der Versöhnung und der Widerstand gegen den Totalitarismus wurde in Kreisau damit in zweierlei Hinsicht zu einem Symbol europäischer Verständigung. Es stellt gleichzeitig einen Impuls für sämtliche alltäglichen Aufgaben in der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung dar, die sich als Nachlassverwalter diesem Erbe gegenüber verpflichtet fühlt.

Der diesjährige 75. Jahrestag des ersten (22.-25. Mai 1942) und zweiten (16.-18. Oktober 1942) Kreisauer Treffens sowie der ebenfalls in Kürze folgende Jahrestag des dritten (12.-14. Mai 1943) großen Treffens des Kreisauer Kreises ist für uns ein zusätzlicher Antrieb, um uns einmal mehr mit jenen Werten auseinander zu setzen, welche die Handlungsbasis für die Gruppe darstellte: Verantwortlichkeit für ein Gemeingut, Wertschätzung für den Einzelnen, Verbundenheit mit demokratischen Systemen sowie die Überzeugung der Notwendigkeit zur Zusammenarbeit trotz allem Trennenden.


Dr. Robert Żurek
Direktor der Europäischen Akademie
der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung
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aktuelles

Polnisch-deutsch-tschechischer Jugendaustausch „Hands in action” – Kreisau, 23.-31.07.2017

Zwischen dem 23. und 31. Juli findet in Kreisau die Sommerauflage des Projekts „Hands in action” statt. Die polnisch-deutsch-tschechische Jugendbegegnung geht von Zusammenarbeit, Integration und Entfaltung des Teilnehmerpotentials durch künstlerische Aktivitäten aus.

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Treffen der „Internationalen Arbeitsgemeinschaft Kommunikation und Medien“ – Kreisau, 23.-29. Juli 2017

Vom 23. bis 29. Juli findet in Kreisau ein Treffen der „Internationalen Arbeitsgemeinschaft Kommunikation und Medien“ [IAKM e.V.]) statt. Das Motto des diesjährigen Treffens lautet: „Ich bin mehr als (m)ein Algorithmus – Verantwortung und Selbstbestimmung in der Digitalen Welt“.

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||MEDIA|| Hinweis auf einen Artikel von Dr. Tomasz Skonieczny unter dem Titel „Jahrestag des Hitlerattentats. Über die fehlende Übereinstimmung der Erinnerungen“, erschienen auf dem Internetportal „Laboratorium Więzi“

Anlässlich des Jahrestages des Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 möchten wir Ihnen den Artikel „Jahrestag des Hitlerattentats. Über die fehlende Übereinstimmung der Erinnerungen“ von Dr. Tomasz Skonieczny von der Europäischen Akademie der Stiftung „Kreisau“ empfehlen, der auf dem Onlineportal laboratorium.wiez.pl veröffentlicht wurde.

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Ksiądz Bolesław Kałuża:
„Tej mszy nie wolno nam zapomnieć”








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fax: 74 85 00 305